Ärzte ohne Grenzen – Sierra Leone

Tod im Schatten von Covid-19

Ein weiteres Projekt von Ärzte ohne Grenzen, das wir vorstellen möchten ist Sierra Leone. In kaum einem anderen Land der Welt ist die Sterblichkeitsrate so hoch: Mehr als jedes zehnte Kind erlebt seinen fünften Geburtstag nicht.

 

Eine der häufigsten Todesursachen ist Malaria. Im vergangenen Jahr behandelte Ärzte ohne Grenzen 46.600 Malaria-Patient*innen. 2019 unterstützten sie im Bezirk Kenema 13 Kliniken in Gorama Mende, Wandor und Nongowa sowie das Krankenhaus in Hangha. Dabei konzentrierten sie sich auf Schwangere und Neugeborene.

 

In diesem Jahr steht die Bekämpfung der Krankheit Malaria im Schatten von Covid-19. Viele Kinder kommen zu spät in die Notaufnahme – möglicherweise aus Angst vor der Pandemie. Mobile Teams von Ärzte ohne Grenzen bringen daher die Gesundheitsvorsorge zu ihnen. Dabei erreichen sie auch abgelegene Gebiete – mit Motorrädern, Kanus oder zu Fuß. So sorgt das Team beispielsweise für die Verteilung von Moskitonetzen. Diese schützen vor den Stichen der Anopheles-Mücke, welche Malaria überträgt. Außerdem verteilen sie Malaria-Medikamente in den Dörfern. Denn wenn Malaria rechtzeitig behandelt wird, überleben die meisten die Krankheit.

 

Die Initiative unterstützt weltweit jene, die es am meisten brauchen. Wir freuen uns, dass wir mit unserer Spende einen Teil dazu beitragen konnten. Sie möchten mehr Erfahren zur Arbeit von Ärzte ohne Grenzen, oder auch einen Beitrag zu dieser wichtigen Arbeit leisten? Hier erhalten Sie weitere Informationen: www.aerzte-ohne-grenzen.de

Ärzte ohne Grenzen – Nothilfe für Rohingya

Nothilfe für Rohingya – Eine vergessene Krise

Das Team von Ärzte ohne Grenzen hilf weltweit Menschen in Not. Wie bereits in vorangegangenen Beiträgen möchten wir ein paar der Projekte der Initiative vorstellen. Die Corona-Pandemie betrifft Menschen weltweit und ist daher in aller Munde. Dies führt dazu, dass andere, schon länger bestehende Krisen in Vergessenheit geraten. So auch in Bangladesch.

Bereits vor ihrer Vertreibung aus Myanmar 2017 waren die Rohingya staatlich sanktionierter Gewalt, Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. Grundrechte wurden und werden ihnen verweigert. Mehr als 860.000 Rohingya leben heute unter katastrophalen Bedingungen im größten Geflüchtetencamp der Welt. Ärzte ohne Grenzen leistet im Lager medizinische Hilfe und sorgt für Trinkwasser.

 

Unter der Situation leiden Körper und Psyche.

Seit drei Jahren leben die Geflüchteten in überfüllten Notunterkünften aus Plastik und Bambus. Als Folge der schlechten Lebensbedingungen begegnen den Teams besonders häufig Atemwegsinfektionen, Durchfallerkrankungen und Hautinfektionen.

 

Doch auch die Psyche vieler leidet unter dieser Situation. Arbeitslosigkeit, Zukunftsängste, schlechte Lebensbedingungen und wenig bis gar kein Zugang zu formaler Bildung kommen zu den traumatischen Erinnerungen an die in Myanmar erlittene Gewalt hinzu.

Darum umfassen die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen in den insgesamt zehn Gesundheitseinrichtungen, die sie in Cox’s Basar betreiben, neben Notfall- und Intensivversorgung, Kinderheilkunde oder Geburtshilfe auch psychologische Hilfsangebote.

 

Covid-19 kommt noch hinzu

Das Flüchtlingslager bleibt vom Coronavirus leider nicht verschont. Die Teams behandeln daher auch Covid-19-Patient*innen und klären über Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckungen auf. Von Januar bis Juni 2020 führten sie mehr als 224.000 Informationsgespräche zum Coronavirus und über andere Maßnahmen der Gesundheitsprävention.

 

Sie möchten mehr Erfahren oder auch einen Beitrag zu dieser wichtigen Arbeit leisten? Hier erhalten Sie weitere Informationen

Ärzte ohne Grenzen – Kampf gegen Covid-19

Wie bereits in unserem letzten Blogbeitrag angekündigt, verzichten wir in diesem Jahr auf das Versenden von Weihnachtspost. Stattdessen haben wir diese Mittel an Ärzte ohne Grenzen gespendet. Um Ihnen einen besseren Einbilck zu verschaffen, stellen wir Ihnen in diesem und kommenden Beiträgen einige der Projekte der Initiative vor.

Das Team von Ärzte ohne Grenzen versorgt weltweit in mehr als 70 Ländern Patient*innen in Not. Sie werden aktiv, wenn das nationale Gesundheitssystem nicht mehr willig oder in der Lage ist, den Betroffenen zu helfen. Meist ist dies bei bewaffneten Konflikten sowie bei Folgen von Flucht und Vertreibung, Epidemien und Naturkatastrophen der Fall. Doch gerade jetzt, prägt die Covid-19-Pandemie ihre Arbeit.

 

Brasilien

Nur eines der vielen Beispiele ist Brasilien. Seit Mai diesen Jahres arbeitet das Team von Ärzte ohne Grenzen in 15 Gesundheitseinrichtungen. Unter anderem wurde in Rio de Janeiro zusammen mit den Behörden ein Covid-19-Krankenhaus mit 200 Betten aufgebaut. Vor allem obdachlosen Menschen wird hier geholfen. Das Team von Ärzte ohne Grenzen unter sucht sie, verteilt Hygieneartikel und informiert die Menschen über die Krankheit Covid-19.

Jemen

Auch im Jemen sind sie als Helfer vor Ort. Hier kommt Covid-19 zu Hunger und Armut noch hinzu, denn die Jemenit*innen leben seit sechs Jahren im Krieg und führen einen täglichen Überlebenskampf.

Mehr als 20 Millionen Menschen sind dort auf humanitäre und medizinische Hilfe angewiesen. Viele Gesundheitseinrichtungen sind in Folge der Kämpfe zerstört. Es mangelt an Personal.

 

Die Teams unterstützen die lokalen Gesundheitsbehörden sowie das Zentrallabor in Aden bei der Erkennung und Behandlung von Covid-19-Patient*innen. In der nordwestlich gelegenen Provinz Haddscha helfen die Mitarbeiter*innen außerdem dabei, Infektionsketten zu verfolgen, Erkrankte zu identifizieren und Menschen mit Covid-19-Verdacht zu überweisen.

 

In bisher nie dagewesenem Umfang hilft die Initiative außerdem in europäischen Ländern wie Italien, Spanien, Frankreich, Belgien, der Schweiz, der Ukraine und den Niederlanden. Die Teams beraten dort Gesundheitseinrichtungen, Alten- und Pflegeheime und kümmern sich um die Schwächsten in unseren Gesellschaften wie Geflüchtete oder Obdachlose.

 

Sie möchten mehr Erfahren oder auch einen Beitrag zu dieser wichtigen Arbeit leisten? Hier erhalten Sie weitere Informationen

Statt Weihnachtspost: ropa unterstützt Ärzte ohne Grenzen!

In diesem Jahr scheint alles anders zu sein. Seit Anfang des Jahres begleitet uns Corona und der Lebensmittelpunkt vieler verschob sich dadurch in die eigenen vier Wände. So komisch und ungewohnt die Umstellungen – sei es das vermehrte Arbeiten von zuhause, oder das Tragen einer Maske beim Wocheneinkauf – auch waren, so können die meisten von uns sagen, dass wir bisher glimpflich davongekommen sind. Viele andere Länder hat die Corona-Krise wesentlich härter getroffen. Besonders in ärmeren Teilen der Welt wird Unterstützung im Kampf gegen das Virus dringend benötigt. Das Team von Ärzte ohne Grenzen behandelt weltweit, besonders in diesen Gebieten, Patient*innen in Not.

 

 

Und auch wir als Unternehmen sehen uns in der Verantwortung über den berühmten Tellerrand zu schauen und trotz der manchmal vielen Arbeit und vermeintlichen Problemstellungen die Menschen nicht zu vergessen, die sich in Not befinden. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, in diesem Jahr auf das Versenden von Weihnachtskarten und -präsenten zu verzichten. Stattdessen werden wir diese Mittel an Ärzte ohne Grenzen spenden. Damit schonen wir nicht nur die Umwelt, sondern unterstützen diejenigen, welche die Hilfe in Zeiten wie diesen besonders benötigen.

 

Um Ihnen die Projekte von Ärzte ohne Grenzen näher zu bringen, werden wir in den kommenden Wochen einige davon in separaten Blogbeiträgen vorstellen. Selbstverständlich können Sie sich auch selbst ein Bild machen: https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen besinnlichen und gesunden Start in die kommende Vorweihnachtszeit!

 

Herzliche Grüße

Ihr Team der ropa

 

Newsletter 03/2020 – Messen

Diese Woche erschien unser aktueller Newsletter mit dem Thema Messen!

Corona hat unser aller Leben durcheinander gebracht. Dieses Jahr ist nichts wie sonst. Wir arbeiten vermehrt im Homeoffice und vermeiden in der Regel den meisten Kontakt zu anderen.

 

Auch die für uns so wichtigen Messen – auf denen wir neue Kontakte knüpfen, uns mit unseren Partnern austauschen und um künftige Kunden zu gewinnen – blieben bisher aus. Umso mehr freuen wir uns, dass langsam wieder etwas Normalität zurückkehrt – sogar in Hinblick auf Messen! Der Fokus dieses Newsletters liegt daher auf den anstehenden Messen und Veranstaltungen.

 

Sie möchten künftig nichts mehr verpassen?

Dann melden Sie sich hier bei unserem Newsletter an und bleiben Sie immer auf dem Laufenden!

Öffentliche Infrastruktur in Deutschland

Zu diesem Thema veröffentlichte der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kürzlich ein Gutachten. In diesem wird eine Bestandaufnahme von zentralen Infrastruktur-Bereichen Deutschlands gemacht.

 

Deutliche Verschlechterung der öffentlichen Infrastruktur

Eine der Kernaussagen des Gutachtens ist, dass in den vergangenen Jahrzehnten viel zu wenig in die öffentliche Infrastruktur investiert wurde. Diese wird im internationalen Vergleich zwar noch immer als relativ gut bewertet, hat sich in den vergangenen Jahren aber deutlich verschlechtert.

Um den Herausforderungen von Digitalisierung sowie der anstehenden Energiewende gerecht werden zu können, sind Investitionen notwendig. Insbesondere hinsichtlich des Ausbaus von Strom- und Gasnetzen sowie der digitalen Infrastruktur. Dafür ist eine langfristige Erhöhung und Verstetigung von Investitionen notwendig.

 

Mögliche Auswirkungen der Corona-Pandemie

Hinzu kommt die aktuelle Situation hinsichtlich der Corona-Pandemie. Diese Krise hat wirtschaftliche Folgen, die sogar mit der Finanzkrise vergleichbar sind. Damit besteht die Gefahr, dass sich diese Krise auch auf die öffentlichen Investitionen auswirkt.  Mit den staatlichen Stützungsmaßnahmen geht auch eine höhere Verschuldung einher. Dies könnte zu einer Konsolidierung der öffentlichen Haushalte führen – auf Kosten der öffentlichen Investitionen. So schlägt der Wissenschaftliche Beirat vor, dass Bund und Länder die Verschlechterung der Haushaltslage von Gemeinden angemessen zu kompensieren.

 

Bundeswirtschaftsminister Altmaier bedankt sich beim Beirat für das Gutachten: „Eine leistungsstarke öffentliche Infrastruktur ist die Grundvoraussetzung für Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung. Klar ist auch: In vielen Bereichen ist Deutschland im internationalen Vergleich gut aufgestellt – in anderen müssen wir noch nachlegen oder aufholen. Deswegen ist und bleibt die Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur eine wichtige Priorität der Wirtschaftspolitik. Mit dem Konjunktur- und Zukunftsprogramm der Bundesregierung setzen wir hierzu wichtige Impulse. Die Analyse und die Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats bieten wertvolle Anregungen wie wir schnell und effizient in die öffentliche Infrastruktur investieren können.“

 

Der Wissenschaftliche Beirat berät den Bundesminister für Wirtschaft und Energie unabhängig in allen Fragen der Wirtschaftspolitik. Die 39 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tagen fünf Mal im Jahr, beraten sich zu selbstgewählten Themen und veröffentlichen ihre Ergebnisse anschließend in Form von Gutachten.

Die Zukunft der Internetwirtschaft

Corona hat die ohnehin zunehmende Digitalisierung enorm vorangetrieben. Mit der gleichzeitig vermehrten Nutzung des Internets steigt damit einhergehend auch der Anteil der Internetwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt. So werden für sie in einer gemeinsamen Studie des eco Verbands und der Unternehmensberatung Arthur D. Little Umsatzzuwächse um 75% wird prognostiziert. Heute hat die Internetwirtschaft einen Anteil von 4,2% am Bruttoinlandsprodukt. Für 2025 werden sogar 7% vorausgesagt.

 

Welchen Einfluss hat die Corona-Krise auf diese Zahlen?

Obwohl schnelles Internet in Zeiten von Corona nie wichtiger war, geht die Krise nicht spurlos an der Internetwirtschaft vorbei. Durch die temporär eingebrochene Nachfrage und die rückläufigen Investitionstätigkeiten in digitale Infrastrukturen, ergibt sich ein Umsatzrückgang von circa 1,2% im Vergleich zum Vorjahr.

 

Doch mit der Lockerung des Lockdowns im Sommer diesen Jahres war auch das Einsetzen der wirtschaftlichen Erholung im Ganzen spürbar. Damit prognostiziert eco einen starken digitalen Aufschwung für die nächsten Jahre. Dabei wird mit Wachstumsraten von 15% bis 16% in den Jahren 2021 und 2022 gerechnet. So könnte die Internetwirtschaft bis Ende 2022 die Umsatzeinbußen, die durch die Corona-Pandemie zu verzeichnen sind, kompensieren.

 

Doch damit nicht genug: Durch die positiven Digitalisierungserfahrungen in einigen Bereichen kann mit einem verstärkten Ausbau digitaler Infrastrukturen gerechnet werden, sodass ab 2023 sogar mit einem insgesamt höheren Umsatzniveau gerechnet werden kann als ohne Kriseneinfluss.

 

Ausblick

Bereits vor der Corona-Pandemie war die Internetwirtschaft einer der am schnellsten wachsenden Wirtschaftssektoren. Dies wird laut der Studie auch in den kommenden Jahren so bleiben. Mit den Umsatzeinbußen von 1,2% ist die Internetwirtschaft im Vergleich zu anderen Sektoren eine der eher weniger betroffenen Branchen.

 

Durch die Corona-Krise ergeben sich im Wesentlichen zwei Faktoren, die zu einem Wachstumsschub der Internetwirtschaft führen. Dies ist zum einen der Katalysatoreffekt, welcher im Bereich des Ausbaus digitaler Infrastrukturen erkennbar ist und zu einem nachhaltigen Wachstum der Branche beiträgt. Zum anderen stieg die gesamtwirtschaftliche Bedeutung dieses Sektors, indem die Digitalisierung in privaten und geschäftlichen Bereichen enorm zunahm.

 

Fazit

Die Studie bestätigt, was wir bereits im Kleinen spüren: Die Wichtigkeit von schnellem Internet wird vermehrt erkannt. Die Themen Glasfaser und Digitalisierung werden noch präsenter, sei es bei unseren Kunden oder bei den Verbrauchern. Die Bewegungen im Markt sind stärker als je zuvor. Wir sind uns sicher: Jetzt schlägt die Stunde der Glasfaser und das ist DIE Chance für Stadtwerke, ihr Geschäftsfeld zu erweitern. Und zwar indem sie in die TK-Branche einsteigen und so Volldienstleister alle Grundbedürfnisse werden. Und dabei unterstützen wir gerne!

Fortbildungskurse für alle!

Wir alle haben den technischen Wandel in den letzten Jahren miterlebt. Corona hat diesen noch immens beschleunigt. Durch das Arbeiten von zuhause aus stiegen die Ansprüche an die digitalen Kenntnisse eines jeden von uns. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, fordert der Digitalrat nun Fortbildungskurse für die gesamte Bevölkerung.

 

Wir erleben aktuell einen riesigen Sprung in Richtung Digitalisierung. Sei es das bargeldlose Bezahlen, das nun noch häufiger möglich wird oder der zunehmende Online-Handel. Durch Corona war Deutschland gezwungen umzudenken und sich verstärkt zu digitalisieren. Was sonst Jahre gedauert hätte, passierte nun in drei Monaten.

 

Ein Schritt in die richtige Richtung. Doch damit Deutschland hierbei nicht den Anschluss verliert, bedarf es einer flächendeckenden Versorgung mit Glasfaser.

 

Auch der Bitkom ist sich sicher: Durch Corona werden sich viele Berufsfelder verändern und bisherige Konzepte werden hinterfragt. Doch um das umzusetzen, sind unter anderem Fortbildungskurse nötig.

 

Denn ohne Weiterbildungen stehen wir vor dem nächsten großen Problem: Es kommen am Ende nicht mehr alle mit. Um die Digitalisierung so schnell wie gewünscht voran zu treiben, bedarf es der Schulung der gesamten Bevölkerung. Finnland macht es vor. Seit 2019 werden die Bürger durch Onlinekurse in Zukunfts-Kompetenzen geschult.

 

Wie wird das Vorhaben umgesetzt?

Der Digitalrat berät die Bundesregierung in Fragen der Digitalisierung. Neben Fachleuten sind auch ein Physiker, eine Rechtsprofessorin und die Rektorin einer Fernuniversität in diesem Gremium vertreten. Davon verspricht sich die Bundesregierung nicht nur das nötige Fachwissen, sondern auch, dass die „richtigen“ Fragen gestellt werden.

Welche Auswirkungen hat Corona auf den Datenverkehr?

In Zeiten von Corona wird das Netz weit mehr als sonst beansprucht. Mehr Arbeitnehmer arbeiten von Zuhause aus, die Zahl der Videokonferenzen steigt an. Durch die Schließung von Universitäten und Schulen und durch die ausgesprochenen Kontaktverbote verbringen auch Schülerinnen und Schüler, sowie Studentinnen und Studenten die meiste Zeit des Tages zuhause. Man vertreibt sich die Zeit mit Gaming und Streaming. Was bedeutet dieses veränderte Verhalten für den Datenverkehr?

 

Auswirkungen auf den Datenverkehr

Die Betreiber des Internetknotens DE-CIX in Frankfurt spürten die Auswirkungen dieser Verhaltensänderung sehr deutlich. Der Datenverkehrt stieg im Durchschnitt um 10%.

Online und Cloud-Gaming, sowie die Nutzung von Social-Media-Plattformen erhöhte sich um 25%. Der Datenverkehr Videokonferenzen betreffend, sei es über Skype, Teams oder WebEx erhörte sich sogar um 50%! Kurz nach Beginn der Pandemie in Deutschland war ein Peak des Datenverkehrs in Höhe von mehr als 9.1 Tbps zu verzeichnen – das ist ein neuer Weltrekord.

Besonders in den ersten Tagen der Pandemie war die Veränderung im Verhalten zu spüren. Craig Labovitz (Chief Technology Officer bei Nokia) verfasste hierzu am 20. März einen Blogbeitrag. Demnach war an den ersten Tagen des Lockdowns ein Anstieg des Datenverkehrs von 300 Prozent bei Videokonferenzanbietern wie Zoom oder Skype zu verzeichnen. Auf der anderen Seite fand dieser Anstieg auch bei Gaming-Apps (400%) statt.

Beim Streamingdienst Netflix wurde ebenfalls ein starker Anstieg (97%) im Vergleich zur Vorwoche festgestellt. Besonders auffällig? Hier zeichnete sich ab, dass die Nutzer schon früher begonnen zu streamen (früher am Morgen und bereits am früheren Nachmittag)

Das gesamte Datenvolumen stieg am ersten Tag des Lockdowns um zwischen 30% und 80% im Vergleich zur vorherigen Woche an. Am ersten Wochenende war sogar ein Wachstum von zwischen 34% und 97 % gegenüber dem gewöhnlichen Datenvolumen zu verzeichnen.

 

Wie wurde darauf reagiert?

Besonders Netflix reagierte hier zügig und schränkte die Qualität der angebotenen Filme ein, um die Netze nicht noch mehr zu belasten. Kurze Zeit später reagierten auch weitere, große Anbieter wie Youtube, Amazon Prime Video usw.

Zu welchem Schluss führt diese Reaktion?

Heute ist es wichtiger denn je, in eine leistungsfähige und zukunftssichere Telekommunikationsinfrastruktur zu investieren. Nur so kann sichergestellt werden, dass für künftige Trends und Anforderungen genügend Kapazitäten vorhanden sind. Besonderes Augenmerk muss dabei auf die Leistungsfähigkeit der Netze gelegt werden.  Nur wenn Netzinfrastrukturen genügenden Kapazitäten vorhalten, um auch auf plötzliche Erhöhungen des Bandbreitenbedarfs reagieren zu können, sind wir zukunftssicher aufgestellt.

Eine Ausführliche Stellungnahme zu diesem Thema und warum dabei kein Weg an der Glasfaser vorbei führt, finden Sie HIER

Investieren in den Ausbau von Glasfasernetzen

Der Ausbau von Glasfasernetzen muss trotz Corona weitergehen. Über die Relevanz haben wir bereits in diesem Blogbeitrag gesprochen. Damit das auch funktioniert, hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) nun zusätzliche Förderungsmöglichkeiten geschaffen.

Der „Investitionskredit Digitale Infrastruktur“ (206/239) soll kommunalen und gewerblichen Unternehmen eine langfristige und zinsgünstige Finanzierung von Investitionen in den Ausbau von Glasfasernetzen (FTTH/FTTB) in Deutschland ermöglichen.

Gefördert wird die Errichtung eines passiven FTTH-/FTTB-Netzes inklusive dem Anschluss von Mobilfunkmasten, sowie die aktiven Komponenten eines FTTH-/FTTB-Netzes inklusive „InhouseVerkabelung“

 

Wer kann einen solchen Antrag stellen?

Antragsteller können In- und ausländische Unternehmen sein, die sich mehrheitlich im Privatbesitz befinden. Ebenfalls können Unternehmen mit mindestens 50 prozentigem kommunalen Gesellschafterhintergrund einen Antrag stellen.

 

Wie ergibt sich die Zinshöhe?

Der Zinssatz wird vom Finanzierungspartner festgelegt. Dabei wird die Bonität des Kreditnehmers und die Werthaltigkeit der für den Kredit gestellten Sicherheiten berücksichtigt. Der Zinssatz orientiert sich an der Entwicklung des Kapitalmarktes und wird am Tag der Zusage festgesetzt. Die Zusage mit günstigen Zinsen aus Bundesmitteln erfolgt für die erste Zinsbindungsfrist, maximal jedoch für 20 Jahre. Sollte die Laufzeit größer sein als die Zinsbindungsdauer, so unterbreitet die KfW vor Ende der Zinsbindungsfrist ein Prolongationsangebot ohne Bundesmittel.

 

Wie hoch ist der Kreditbetrag?

Es werden bis zu 100% der förderfähigen Kosten finanziert. Dabei sind jedoch maximal 50 Millionen Euro je vorhaben möglich.

 

Wie lange ist die Laufzeit?

Bei einer Mindestlaufzeit von 4 Jahren sind die folgenden Varianten möglich:

Wie läuft die Tilgung ab?

Die Anlaufjahre sind tilgungsfrei. In dieser Zeit werden nur die Zinsen auf die ausgezahlten Kreditbeiträge gezahlt. Anschließend wird der Kredit vierteljährlich in gleichbleibenden Raten getilgt.

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